PET-CT
PET - Was ist das?
PET
ist die Abkürzung für Positronenemissionstomographie. Das
Prinzip beruht auf der Verwendung sogenannter
Positronenstrahler (ß+ -Strahler). Dies sind spezielle
radioaktive Isotope, die Positronen (also negative
Elektronen) aussenden beim radioaktiven Zerfall. Positronen
haben die Eigenschaft, dass wenn Sie auf Materie und damit
auf ein Elekton treffen, es zu einer sogenannten
Vernichtungsstrahlung kommt und 2 Gammaquanten mit 180 Grad
und mit je 512 KeV emittiert werden. Durch synchrones
Auftreffen auf einen Detektorring kann so bei Akquisition
einiger dieser Quanten ein 3D-Datensatz aufgenommen und
daraus Schichtaufnahmen erstellt werden. Neuere Geräte
bieten noch die Möglichkeit der Flugzeitberechnung für diese
Quanten und damit eine höhere Auflösung.
Es gibt viele Positronenstrahler, für die Diagnostik haben
sich jedoch einige wenige etabliert. Dies hängt zum einen
mit der Verfügbarkeit, zum anderen mit der Toxizität und der
Halbwertszeit zusammen. Beispiele:
- 18F (Fluor) HWZ 2 Std.
- 11C (Kohlenstoff)
- 15O (Sauerstoff) HWZ 2 min
Üblicherweise
unterscheidet man bei der PET 2 Messungen, zum einen die
Transmissionsmessung, zum anderen die Emissionsmessung. Die
Transmissionsmessung dient der Schwächungskorrektur, denn
Gammaquanten, die aus dem Körperinneren kommen, werden
stärker geschwächt als Quanten, die von der Körperoberfläche
kommen. Die Emissionsmessung misst die vom Patienten
emittierten Gammaquanten.
Die neueren Geräte gibt es nur noch als Kombigeräte in
Verbindung mit der Computertomographie. Das hat 2 Vorteile:
zum einen entfällt hierbei eine vorangehende sog.
Transmissionsmessung (diese wurde z.B. mit einer
Germaniumquelle mit Gammastrahlung durchgeführt, die
Schwächungskorrektur kann so mit dem erhaltenen CT-Datensatz
durchgeführt werden), zum anderen erlaubt das gleichzeitig
durchgeführte CT eine exakte anatomische Zuordnung.
In der Routine haben sich einige Untersuchungen etabliert:
18FDG-PET-CT
18 FDG steht für 18Fluor-Desoxy-Glukose oder einfach
radioaktiv markierter Traubenzucker.
Dies wird auch als Tumor-PET-CT bezeichnet. Tumorzellen
besitzen einen höheren Zuckerstoffwechsel als normale
Körperzellen. Damit verstoffwechseln sie auch mehr 18FDG,
was man sich in der Diagnostik und im Staging von
Tumorerkrankungen zunutze macht.
Jedoch ist bekannt, dass nicht alle Karzinome einen gleich
hohen Glukosemetabolismus aufweisen. So haben etwa
niedrigmaligne Tumoren einen geringeren Zuckerstoffwechsel,
hochmaligne einen hohen. Daraus kann man ersehen, dass es
spezielle Indikationen zur Durchführung einer PET-CT-Untersuchung
gibt (Klasse 1-4-Indikationen).
Grundsätzlich gibt es jedoch mehrere Indikationen:
- Staging bei bekanntem Karzinom
- Tumorsuche bei CUP
- Therapiemonitoring zur Beurteilung des Ansprechens z.B. einer Chemotherapie
- Andere : Vitalitätsdiagnostik in der Kardiologie (z.B. zur Einschätzung des Nutzen-Risiko-Verhölnisses vor Bypass-OP), Entzündungsdiagnostik (denn auch entzündlich verändertes Gewebe besitzt einen höheren Glukosestoffwechsel)
18F-Cholin-PET-CT
Dieses Radiopharmakon hat sich wegen der höheren Spezifität
gegenüber FDG insbesondere in der Prostatakarzinomdiagnostik
zunehmend etabliert.
>> PET-CT Kooperation / Indikationstabelle