Radiosynoviorthese
Das chronisch entzündete Gelenk stellt häufig ein
therapeutisches Problem dar. Sowohl bei rheumatischen als
auch bei degenerativen chronischen Entzündungen führt die
Reaktion der Gelenkschleimhaut (Synovia) zu mitunter schwer
beherrschbaren Schmerz- und Schwellungszuständen. Eine
mögliche Therapie ist die Injektion einer gering
radioaktiven Substanz in das Gelenk (Radiosynoviorthese,
RSO) mit dem Ziel durch die leichte Bestrahlung der
entzündeten Gelenkschleimhaut (Synovialitis) einen Rückgang
der Schmerzen und Schwellung zu erreichen. Mit der Methode
konnten an den meisten zugänglichen Gelenken Therapieerfolge
erzielt werden. Die Erfahrungen reichen bis in die 70iger
Jahre (Müller et al. Ther Umsch 1974). Erste Publikationen
zum Einfluß lokal injizierter Radionuklide auf die Synovia
datieren aus den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts!
Die besten Ergebnisse werden am Hüft- und Kniegelenk erzielt
(objektivierbarer Therapieerfolg in bis zu 80 %). Die
höchsten Ansprechraten findet man in frühen Stadien der
rheumatoiden Arthritis aber auch bei aktivierter Arthrose.
>> Qualitätsringjournal RSO 02/2008